Autoren - Hinter den sieben Gleisen

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Kurt Früh wurde 1915 in St.Gallen geboren. 1926 zog die Familie nach Zürich, wo Früh ein Sprach- und Musikstudium an der Uni Zürich begann. Ab 1933 war er Leiter, Autor und Regisseur an der Volksbühne Zürich, und arbeitete als Chansonredaktor für Kabaretts. Ab 1936 drehte er Kurz- und Werbefilme. Nach verschiedenen Theaterinszenierungen assistierte Früh bei den letzten drei Filmen von Leopold Lindtberg, bevor ihm 1955 mit "Polizischt Wäckerli" der Durchbruch als Spielfilmregisseur gelang. Von 1957 bis 1962 drehte er weitere Erfolgsfilme wie "Oberstadtgass", "Bäckerei Zürrer", "Hinter den sieben Gleisen", "Es Dach überem Chopf" und "Der 42. Himmel". Als Lehrer an der Filmklasse des Kunstgewerbemuseums Zürich fand er Anschluss an den Neuen Schweizer Film, zu dem seine beiden letzten Filme zählen: "Dällebach Kari"(1970) und "Der Fall"(1972). Es waren die Aussenseiter der Gesellschaft, die Früh stets beschäftigt haben. In seinen Filmen porträtierte er das Leben der vermeintlich kleinen Leute. Viele Schweizer Schauspieler und Schauspielerinnen verdanken Früh ihre grosse Popularität. Kurt Früh starb 1979 in Boswil.

Katja Früh wurde 1953 als Tochter des Regisseurs Kurt Früh und der Schauspielerin Eva Langraf in Zürich geboren. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule war sie Bühnenbild- und Regieassistentin am Theater am Neumarkt Zürich und liess sich 1972-75 an der Max-Reinhart-Schule Berlin zur Schauspielerin ausbilden. Nach verschiedenen Engagements in Deutschland und in der Schweiz wurde sie bei Radio DRS als Hörspieldramaturgin und -regisseurin ausgebildet. Es folgten verschiedene Inszenierungen im Keller des Schauspielhauses Zürich. 1984-97 wirkte sie als Regisseurin in der freien Theater- und Kabarett-Szene Zürich. Bekannt wurde sie einer breiten Öffentlichkeit als Hörspielautorin mit "Margrit, Lili und Ruth" und "Memo-Treff", eine Serie im Radio DRS mit populären Schauspielern, sowie als Hauptautorin der in Schweizer Dialekt gedrehten Fernsehsoap "Lüthi und Blanc", die seit 1999 erfolgreich im Programm ist. 1993 erhielt Katja Früh den Radiopreis der Zürcher Radiostiftung für ihr Hörspielschaffen.