Der Inhalt - Gilberte de Courgenay

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Ja, es hat sie wirklich gegeben, die legendäre «Gilberte de Courgenay»! Am 20. März 1896 wurde sie als jüngste Tochter des Uhrmachermeisters Gustave Montavon und seiner Frau Lucine in Courgenay geboren. Sie kannte angeblich «300 000 Soldaten und alle Offiziere» der Grenzbesetzung von 1914 – 1918 – und Millionen kannten sie oder genau genommen das Lied und ihre Geschichte.

Courgenay ist ein Bauerndorf im Jura. Hier lösten sich im Ersten Weltkrieg die Artillerie- und Infanterieeinheiten nach wochenlanger Dienstzeit ab. Das «Hôtel de la Gare» war im Dorf der Mittelpunkt des abendlichen Ausgangs und Gilberte, die Wirtstochter, konnte durch einen freundlichen Blick die fehlende Liebe und das Fernsein von Zuhause erträglicher machen. Ein Soldat, den Gilberte ganz besonders ins Herz geschlossen hatte, komponierte ihr eines Tages ein Lied, welches dann zum berühmten Soldatenlied wurde und auch heute noch gesungen wird.

Die Schauspielerin Annemarie Blanc, die unvergessene Darstellerin des gleichnamigen Films, erklärte: «Jedesmal wenn der Film läuft, wundert es mich, dass er noch Erfolg hat und dass er über Generationen hinweg immer wieder gern gesehen wird. Er ist eben dramaturgisch gut aufgebaut – und dass die Heldin am Schluss doch allein bleibt, dass es kein übliches Happy End gibt, dass nicht alles aufgeht, ist vielleicht ein Grund, warum die heutige Jugend diesen Film akzeptiert.»

Als Theaterstück wurde es übrigens am Schauspielhaus Zürich am 24. August 1939 uraufgeführt, also vor fast siebzig Jahren. Da es sich um die Darstellung einer wirklichen Lebensgeschichte handelt, sind die Schauspielenden besonders herausgefordert.