Regie - Acht Frauen

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Kurzinterview mit unserer Regisseurin Josette Gillmann-Mahler

Letztes Jahr standest Du mit grossem Erfolg in "Der Besuch der alten Dame" als Schauspielerin auf der Bühne. Jetzt hast Du die Fronten gewechselt. Warum?
Im Fachbereich Amateurtheater herrscht in der Zentralschweiz ein Mangel an RegiesseurInnen. So bin ich in die Lücke gesprungen. Natürlich hat mir das "selber wieder einmal auf der Bühne stehen" grossen Spass gemacht und irgendwann werde ich das bestimmt wieder tun.

Du führst in den verschiedensten Sparten Regie: Volks- und Musiktheater, Freilichtspiele, Märchen usw. Woher nimmst Du immer wieder neue Ideen ?
Indem ich meine Umwelt betrachte. Ich sehe Figuren in der Gesellschaft - in den Menschen wie Du und Ich. Dazu liebe ich Musik und Literatur. Der Mensch in seiner ganzen Vielfalt interessiert mich. Ich habe grosse Lust mich jeweils in die Charakteren hineinzuversetzen und die Gefühle nachzuvollziehen. Das ist für mich das Allerwichtigste, sonst könnte ich den SchauspielerInnen keine Anregungen und Hilfen geben. Emotionen muss das Publikum spüren und ich darf sie lenken.

Wie kamst Du auf das Stück "8 Frauen"?
Die BBK ist seit Jahren bekannt für stets neue auch ungewohnte Ideen. Ein Mitglied der Spielkommission sah letzten Sommer den gleichnamigen Film und stiess auf das entsprechende Bühnenstück. Ich beschaffte mir das Manuskript und fand die Geschichte so spannend, dass ich dieses Experiment gerne wagen wollte. Ich liebe Herausforderungen und eine solche ist diese Inszenierung im wahrsten Sinn des Wortes.

Die Akteure sind alles Frauen. Gibt es kein Konkurenzdenken?
Nein, überhaupt nicht. Jede Darstellerin hat eine sogenannte Hauptrolle zu spielen. Es ist jedes Alter vertreten: vom 17-jährigen Mädchen bis zur über 80-jährigen Dame.

Also richtiger "Frauenpower"?
Total! Auch Regie und Regieassistentin gehören dazu! Wir sind ein Team von nicht nur 8 sondern von 10 Frauen, welche diese Saison auf der Bühne des Pilatussaals das Zepter führen!

Und die Männer bleiben auf der Strecke?
Nein, natürlich nicht. Sie arbeiten hinter den Kulissen und werden unser hoffentlich zahlreiches Publikum in der Theaterbeiz mit viel Charme verwöhnen.

Hast Du zum Schluss noch einen Wunsch?
An jeder Aufführung einen vollbesetzten Saal und dass diese Produktion für alle zu einem grossen Theatererlebnis wird!